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Vorstand, Verein der Freunde und Förderer des Caritas-Krankenhauses Bad Mergentheim e.V.zoom

Vorstand

1. Vorsitzende: Sr. Maria-Regina Zohner
2. Vorsitzende: Manuela Zahn
Geschäftsführer: Helmut Wolf

Beisitzer: Katrin Löbbecke
Beisitzer: Dr. Oliver Schmidt

Schriftführer: Jochen Lewerentz
Schatzmeister: Marco Volkert

Ansprechpartner

Geschäftsführer:
Helmut Wolf
Konrad-Seifriz-Straße 1
97980 Bad Mergentheim-Markelsheim
Tel. 07931 / 482067

Klinik-Clowns

Klinikclownszoom

Niedergeschlagen sitzt der kleine Leon auf dem Krankenhausbett und kuschelt sich bei seiner Mama in den Arm. Die Infusion ist bereits abgenommen, doch seine Hand steckt noch in einem dicken Verband und das blasse Gesicht ist gezeichnet von den Schmerzen und der Übelkeit der vergangenen Tage. Klopfen und laute Stimmen an der Zimmertür wecken die Aufmerksamkeit des kleinen Patienten. Umständlich streift ein seltsam kostümiertes Paar die übergroßen Schuhe an einer imaginären Fußmatte ab und beginnt einen kleinen Disput. „Dass Dich auch ordentlich vorstellst“, mahnt Nanni. „Gehst hin und sagst ordentlich Guten Tag!“ Doch der tollpatschige große Frosch ist zu schüchtern und traut sich nicht. So geht es eine Weile hin und her.

Ganz langsam - Schritt für Schritt - nähern sich die beiden Klinik-Clowns Nanni und Frosch dem Bett von Leon und beziehen ihn und seine Mutter nach und nach in ihr Gespräch mit ein. Vorsichtig tasten sie sich heran und schauen, wie weit sie gehen können. Als Nanni die Seifenblasen auspackt und ins Zimmer bläst, ist das Eis gebrochen. Ein zaghaftes Lächeln huscht über Leons Gesicht. Als Frosch dann aus einem Luftballon ein grünes Schwert zaubert, hat die kindliche Spielfreude endgültig gesiegt. Leon wirbelt mit dem Schwert die Seifenblasen durch das Zimmer und strahlt vor Freude. Auch seine Mutter lächelt. Kummer und Schmerz sind für den Moment vergessen.

Seit fast fünf Jahren besuchen die Klinik-Clowns Nanni und Frosch die Kinderstation im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim und bringen dabei Freude und Lächeln in die Krankenzimmer. „Es ist jedes Mal eine besondere Vorfreude auf der Station zu spüren, auch bei uns Krankenschwestern“, beschreibt Stationsleiterin Astrid Schorz die Stimmung. „Es ist für uns einfach schön zu sehen, wie die Kinder für kurze Zeit ihre Krankheit vergessen und einfach nur fröhlich sein können.“ Auch den Eltern und Großeltern tue es gut, ihr Kind wieder lachen zu sehen. „Die Klinikclowns sind eine Bereicherung für uns alle“, ist Astrid Schorz überzeugt.

Auch der Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Prof. Dr. Reiner Buchhorn, befürwortet die Arbeit der Klinik-Clowns. „Nanni und Frosch stärken mit ihrem offenen Humor den Lebensmut der Kinder und vermitteln zugleich Lebensfreude und ein Stück Hoffnung auf Gesundwerden und Normalität. Das unterstützt unsere medizinische Therapie und reißt die Kinder aus dem oft monotonen Klinikalltag.“

Die Clowns selbst - Nanni und Frosch heißen im bürgerlichen Leben Patricia Sokoll-Fersch und Wolfgang Fersch – sehen sich selbst als „bunte Farbtupfer, als ein frischer Wind im Klinikalltag“ für Patienten und Mitarbeiter. „Die Ärzte, Schwestern und Pfleger - diese Leute machen wunderbare Arbeit und wir dürfen sie dabei unterstützen!“, so Wolfgang Fersch.

Seit gut zwanzig Jahren sind er und seine Frau schon als Clowns unterwegs. „Ein Clown macht ‚Quatsch’ und hat das Vorrecht, ein bisschen ‚unmöglich’ zu sein und dabei auf grandiose Weise zu siegen oder zu scheitern!“, reflektiert er seine Arbeit. „Ein Clown denkt andersrum - das schafft eine Verbindung zwischen Kind und Clown. Für uns ist es einfach schön, wenn es uns gelingt, das momentane Bedürfnis des Kindes zu erspüren - eine schöne, manchmal anstrengende, aber immer erfüllende Arbeit!“

Dass die Klinik-Clowns regelmäßig die Kinder auf der Station besuchen können, ist auch der Unterstützung des Vereins der Freunde und Förderer des Caritas-Krankenhauses zu verdanken. Seit Jahren finanziert er das Projekt mit Spenden. „Die Klinikclowns leisten ganz wundervolle Arbeit für die Kinder im Caritas-Krankenhaus. Das hat sich herumgesprochen, so dass wir immer wieder Spenden von Privatpersonen und sogar von Firmen bekommen, die wir dann gezielt an die Klinikclowns weiterleiten können“, berichtet die Vorsitzende Sr. Maria-Regina Zohner. Ihr und dem Förderverein ist die kontinuierliche Förderung der Klinikclowns ein Herzensanliegen: „Unser Verein hilft sinnvoll dort, wo die Finanzierung durch die Krankenkassen aufhört.“

Für den kleinen Leon ist der Nachmittag durch die Klinikclowns unvergesslich geworden. Gebannt lauscht er, wie Frosch mit seiner Ukulele ein Abschiedslied singt. Und dann traut er sich sogar, die rote Nase von Frosch anzustupsen. Dabei huscht ein spitzbübisches Grinsen über sein Gesicht. 

 
 
 
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