13.12.2010

Geschenke in der Weihnachtszeit für Kunden und Geschäftspartner – das hat eine lange Tradition in vielen Firmen. Rosemarie Lux und Rainer Moritz, Inhaber der Buchhandlung Moritz und Lux in Bad Mergentheim, haben in diesem Jahr ganz bewusst mit dieser Tradition gebrochen. Unter anderem spedeten sie 500 Euro des eingesparten Betrags an die Palliativeinheit im Caritas-Krankenhaus.

"Wir freuen uns auch in diesem Jahr sehr über das Vertrauen unserer Kunden und haben nach einem Weg gesucht, uns bei Ihnen zu bedanken", betont Rosemarie Lux. Oft sei es aber sehr zufällig, wen ein Geschenk in den Tagen vor Weihnachten erreiche. "Daher haben wir uns überlegt, keine Buchgeschenke zu verteilen und stattdessen den Betrag an Menschen und Einrichtungen zu spenden, die auf Unterstützung angewiesen sind", erklärt Rainer Moritz. "Wir wollen, dass das Geld in der Region bleibt und den Menschen hier zugutekommt."

Zwei Projekte haben sich die engagierten Buchhändler ausgesucht: 500 Euro gehen an den Verein "Frauen helfen Frauen", der sich für Frauen in Notlagen und akuten Krisen einsetzt. In der Erstberatungsstelle in der Gartenstraße 6 in Tauberbischofsheim helfen die Beraterinnen misshandelten oder vergewaltigten Frauen, begleiten sie zu Polizei und Ämtern oder beraten und unterstützen bei Gewalt in der Familie. "Wir finanzieren unsere Arbeit überwiegend aus Spenden und sind für diese Unterstützung sehr dankbar", betonten Sylvia Schmid und Sandra Klingert jetzt bei der Spendenübergabe in Bad Mergentheim.

Noch einmal 500 Euro gehen an die Palliativeinheit für schwerstkranke Menschen am Caritas-Krankenhaus. Hier werden Patienten, bei denen eine Heilung nicht mehr zu erwarten ist, von einem medizinisch-therapeutischen Team intensiv betreut und begleitet. Thomas Wigant, Hausoberer des Caritas-Krankenhauses, dankte den beiden Buchhändlern für ihre Spende. "Im Krankenhaus möchten wir uns auch um Menschen in ihrer letzten Lebensphase kümmern. Denn selbst dann kann man medizinisch, pflegerisch und durch psychosoziale und seelsorgliche Betreuung noch viel für die Patienten und ihre Angehörigen tun." "Uns geht es darum, die Lebensqualität für diese Patienten so lange wie möglich zu erhalten", ergänzte die Leiterin der Palliativversorgung Dr. Elisabeth Trost. "Sei es durch eine gute Schmerztherapie, zusätzliche Musik- und Maltherapie oder die Erfüllung von kleinen Wünschen, die für die Menschen am Lebensende oft große Bedeutung haben." Dafür sei man jedoch auf Spenden angewiesen.

Für Rainer Moritz und Rosemarie Lux ist schon jetzt klar: "Mit unserer Weihnachts-Spendenaktion geben wir zwar eine alte Tradition auf, aber wir gründen damit eine neue, die vielen Menschen zugute kommt." (ckbm)