22.11.2010

BASS-Mitarbeiter spendet Geburtstagsgeld an Kinderklinik

Altbewährt sammelt die Belegschaft der Firma BASS in Niederstetten für Jubilare zum rundem Geburtstag Geld. Für Paul Stupp kamen so 316 Euro zusammen, die er selbstlos an die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Caritas-Krankenhauses Bad Mergentheim spendete.

Die Firma Bass in Niederstetten ist ein modernes Unternehmen und stellt hochpräzise Gewindewerkzeuge für die Automobil- und Luftfahrtindustrie her. Eine alte Tradition haben sich die Mitarbeiter indes bewahrt: Bei runden Geburtstagen sammeln die Kollegen für den Jubilar und überreichen ihm dann ein Geschenk der Belegschaft.

Auch für Paul Stumpp, Mitarbeiter in der Produktion, legten die Kollegen zusammen, als er kürzlich seinen 50. Geburtstag feierte. Auf 316 Euro addierte sich schließlich die Summe. "Das hat mich sehr gefreut, aber eigentlich habe ich alles, was ich brauche", sagt Paul Stumpp bescheiden. "Lieber möchte ich das Geld für etwas Sinnvolles einsetzen. Und zwar nicht irgendwo weit weg, sondern hier in unserer Nähe." Daher entschied er, die Summe an die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Caritas-Krankenhauses Bad Mergentheim zu spenden. "So kommt das Geld direkt den kranken Kindern hier bei uns im Kreis zugute", erläutert er seine Entscheidung. 

Wofür genau das Geld verwendet wird, überlässt Paul Stumpp dem Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Privatdozent Dr. Reiner Buchhorn. Dieser freute sich sehr über die Spende und dankte Paul Stumpp und den Mitarbeitern der Firma BASS bei der Spendenübergabe in der Klinik. "Mit diesem Geld können wir Projekte mitfinanzieren, die wir zusätzlich zur eigentlichen Behandlung der Kinder für sinnvoll und wichtig erachten", so PD Dr. Buchhorn. Im Vordergrund stehe dabei, die Kinder an eine dauerhaft gesunde Lebensweise heranzuführen. Nach dem Projekt Sport und gesunde Ernährung für übergewichtige Kinder, stand etwa die Unterstützung für herzkranke Kinder im Vordergrund. "Unser neuestes Projekt zielt darauf, ADHS-Kinder - also die so genannten Zappelphilippe - besser diagnostizieren und behandeln zu können", erläutert der Kinderarzt. Jedes 5. Kind in Deutschland sei inzwischen davon betroffen. "Diese Zahl ist erschreckend hoch und für diese Kinder wollen wir etwas tun. Die Spende von Herrn Stumpp wird mit dazu beitragen." (ckbm)