15.09.2021

„Dankbarkeit ist wie eine Lupe, die das Gute im Menschen vergrößert“

Mitgliederversammlung im Caritas unter Corona-Bedingungen

In Präsenz – statt wie 2019 nur postalisch – konnte am Mittwoch, 15. September, in der Aula des Caritas-Krankenhauses die diesjährige Mitgliederversammlung des Vereins der Freunde und Förderer des Caritas-Krankenhauses im kleinen Rahmen unter Corona-Bedingungen stattfinden. Einige treue Mitglieder ließen sich per E-Mail oder Brief entschuldigen.

So z. B. auch Prof. Dr. Hans-Dieter Bundschu, der die Gründung des Fördervereins vor 14 Jahren maßgeblich geprägt hatte: „Alle guten Wünsche für die weitere Entwicklung des Vereins und gutes Gelingen der nächsten Vorhaben“ – so ließ er ausrichten. Auf dem Programm der Mitgliederversammlung stand neben dem Rückblick auf das Geschäftsjahr 2020 auch die Mitgliederehrung für zehnjährige Vereinstreue. Bevor der Vorstand allerdings in die Details ging, eröffnete die 1. Vorsitzende Sr. Maria-Regina Zohner die Veranstaltung für die anwesenden Mitglieder ganz traditionell mit einem bewegenden Impuls.

„Ich freue mich aus tiefster Seele, dass wir uns heute trotz Corona begegnen, denn der Mensch braucht den Menschen! – Das beweisen Sie uns immer wieder mit Ihrer Unterstützung unseres kleinen Vereins. Denn: wir alle haben ganz unterschiedliche Charaktere, unterschiedliche Wünsche, Träume und Ziele, aber uns alle vereint ein gemeinsames Interesse, nämlich der Verein der Freunde und Förderer des Caritas-Krankenhauses Bad Mergentheim in seinem Streben, die Welt für Menschen in ihrer schweren Krankheitszeit ein klein wenig besser zu machen!“. Für diese Gemeinsamkeit der 156 Mitglieder sei sie besonders dankbar, denn Dankbarkeit sei wie eine Lupe, die das Gute im Leben vergrößere. Und darauf käme es letztlich an. „Sie und auch die Ehrenamtlichen teilen Ihre Zeit und Ihr Geld, Ihre Fähigkeiten und Ihre Liebe für all jene, die Hilfe benötigen. Und für diesen stetigen Einsatz möchte ich Ihnen in höchstmöglicher Vergrößerung im Namen des Vorstandes danken“, so die 1. Vorsitzende.

Während seines reich bebilderten Jahresberichts, ging im Anschluss Geschäftsführer Helmut Wolf nicht nur auf Inhalte und Schwerpunkte der im Corona-Jahr 2020 meist digitalen Vorstandssitzungen ein, sondern berichtete auch über bearbeitete Förderanträge sowie die positive Reichweite von Homepage und Facebook. Aber auch aktuelle Herausforderungen wurden thematisiert, so bspw. die Schwierigkeit, neue Mitglieder zu gewinnen: „Wir sind heilfroh, dass unser kleiner Verein seine 156 Mitglieder konstant halten kann. Aber bei einem so großen Haus wie dem Caritas, in dem wir bekannt sind, fördern und unterstützen, jede*n neue*n Mitarbeitende*n persönlich anschreiben und Werbung in den Pflegeschulklassen machen, ist es sehr traurig, dass kaum jemand intern unsere Arbeit aktiv als Mitglied unterstützt. 40 Euro im Jahr sind wirklich nicht viel; sie bewegen aber für die Menschen im Krankenhaus eine ganze Menge“, so der Geschäftsführer. Umso schöner sei es daher, dass hin und wieder durch Mitarbeitende im Haus Spendenaktionen angestoßen würden – z. B. über Imke Gründler, deren Sohn gemeinsam mit der Jungenklasse 6d aus St. Bernhard eine Fundraising-Aktion für das „Wunschmobil unterwegs“ auf die Beine gestellt hat. Und auch die beiden Mitarbeiterinnen Astrid Auernhammer und Sandra Klingert haben die Einnahmen aus den Theateraufführungen der Wittighäuser Dielegnatzer für dieses Projekt übergeben. Weiterhin seien neben zahlreichen Spenden von Privatpersonen auch projektbezogene Geldeingänge von lokalen Unternehmen, z. B. von Beauty Coach Ruppert, FN-BriefLogistik , RailBau und der Strahlenklinik Tauberfranken zu verzeichnen. „Die Spendenbereitschaft im Corona-Jahr 2020 hat uns überwältigt. Dass so viele Menschen, die selbst Entbehrungen hinnehmen müssen, sich noch so sehr für Bedürftige einsetzen, ist einfach unbezahlbar. Dafür unseren herzlichen Dank“, findet Helmut Wolf lobende Worte.

Ganz in diesem Sinne sei – wie Marco Volkert als Schatzmeister in der Jahresrechnung präsentiert hat – besonders positiv hervorzuheben, dass der Förderverein damit „für das laufende Geschäftsjahr etwas auf der hohen Kante habe, um ganz besondere Herzensprojekte oder kurzfristige, dringende Anträge angehen zu können“. Marco Volkert berichtete weiterhin von den Investitionen, die 2020 getätigt worden sind, darunter Therapeutisches Reiten (Kinder- und Jugendmedizin, Neurologie) Kunsttherapie (Palliativ-Station) und im Schwerpunkt die Klinik-Clowns (Kinder- und Jugendmedizin), welche seit der Pandemie starke Einbußen zu verzeichnen hatten. Weitere Projekte waren u. a. die Finanzierung, Anschaffung und Ausstattung des Krankentransportwagens „Wunschmobil unterwegs“ mit tatkräftiger Unterstützung der Deutschen Postcode Lotterie.
Der Finanzbericht wurde schließlich von den Kassenprüfern Eva Breitenstein und Uwe Kaplirz zu Sulewicz vorbehaltlos als „einwandfrei und übersichtlich sortiert“ bestätigt. Beide wurden einstimmig von den Anwesenden für das Geschäftsjahr 2021 im Amt bestätigt.
Prof. Dr. Jürgen Kult seinerseits lobte abschließend die „herausragende Arbeit des Vorstands zum Wohle der Patienten und Ihrer Angehörigen“ und rief daher die Vereinsmitglieder zur Entlastung von Vorstandsschaft und Geschäftsführer für ihre Arbeit im Jahr 2020 auf. Diese Empfehlung bestätigten auch einstimmig die anwesenden Mitglieder.

Zum Ausklang der Mitgliederversammlung wurden noch folgende Einzelmitglieder (alphabetische Reihenfolge) für ihr zehnjähriges Engagement im Caritas-Förderverein geehrt: Edmund Brenner, Hildegard Datz, Franz Engert, Hans-Dieter Henn, Torsten Kempf, Heinrich Loder, Manfred Mayer, Brigitta Meisel, Manfred Münkel, Bernd Schepermann, Johanna Scherer, Hans Schettler, Wolfgang Traut, Ulrike und Wolfgang Weiß, Marco Volkert (Schatzmeister des Fördervereins) sowie Irmgard Zierle. Die Firma Seitz GmbH in Bad Mergentheim erhielt als zehnjähriger Firmenpartner ein eigens gestaltetes Schild – buchstäblich als Aushängeschild – für ihre Fördervereinsmitgliedschaft. Neben dem Werbefaktor für den Verein könne so auch das eigene Engagement sichtbar in der Öffentlichkeit präsentiert werden, so die Idee hinter dem Geschenk.

(Text: fvckbm / Foto: Jasmin Paul)