27.05.2020
Caritas-Förderverein spendet 500 Notfalldosen für Krebs-, Dialyse und Palliativpatienten
Raffinierte rote Rettungshilfe

Ein kleiner Aufkleber auf der Innenseite der Haustür, einer auf die Außenseite des Kühlschranks; dann Daten zu Medikamentenplan, Vorerkrankungen und Patientenverfügung auf ein Infoblatt eintragen und in der leuchtend roten Box in die Kühlschranktür stellen. – Fertig ist die Notfalldose. Auch wenn sie eigentlich nicht gekühlt werden muss: gerade in Zeiten von Corona kann sie Leben retten.
Denn bei einem Einsatz von Notarzt und Rettungsdienst enthält die Notfalldose wichtige Informationen, z. B. ob der Patient eine Medikamentenallergie hat, Diabetiker ist oder vielleicht einen Herzschrittmacher trägt. "Durch die aktuellen COVID-19-Beschränkungen sind Kontakte zu Familienmitgliedern und Betreuungspersonen, die nicht im selben Haushalt leben, stark eingeschränkt. Daher ist eine sorgfältig bestückte Notfalldose aktuell besonders wichtig", erklärt Helmut Wolf, Geschäftsführer des Vereins der Freunde und Förderer des Caritas-Krankenhauses Bad Mergentheim e. V.. Für besonders gefährdete Personengruppen wie Krebs-, Dialyse- und Palliativ-Patienten, die oft umfangreiche Krankheitsunterlagen besitzen, sowie deren engste Angehörige hat der Förderverein daher 500 solche Dosen gespendet. Diese hat die 1. Vorsitzende Sr. Maria-Regina Zohner am Mittwoch, 27. Mai, für die drei betreffenden Stationen im Caritas übergeben.
"Normalerweise bewahrt man im Kühlschrank Butter, Eier, Gemüse und Aufschnitt auf. Da aber so ziemlich jeder Mensch einen Kühlschrank in der Wohnung hat, ist er der ideale Platz für eine Notfalldose. Wenn etwas so Kleines dem Rettungsdienst dabei hilft, Leben zu retten, unterstützen wir vom Förderverein hier natürlich gern", sagt Sr. Maria-Regina Zohner. Nicht immer könne der Betreffende aufgrund seines Gesundheitszustands dringend benötigte Angaben zu Medikamentenplan oder seinen Kontaktpersonen geben. Außerdem gehe nicht jeder mit der Stresssituation gleich um. "Eine Notfalldose ist hier anders. Sie gibt - sorgfältig ausgefüllt - immer präzise die nötigen Angaben: von Vorerkrankungen über Unverträglichkeiten hin zu Betreuungsperson oder sogar dem Wunschnachbarn, der die Katze füttert oder mit dem Hund rausgeht. Eine raffinierte rote Rettungshilfe für alle Beteiligten."
"Das ist
eine wirklich schöne und vor allem nützliche Sache für unsere Patientinnen und
Patienten. Vielen lieben Dank dafür", freut sich Annette Garmatter,
pflegerische Leitung der onkologischen Station D0 im Caritas-Krankenhaus Bad
Mergentheim. Auch Oberarzt Dr. Matthias Raab zeigte sich bei der Übergabe
begeistert von den knallroten Notfalldosen und gab direkt noch einen Hinweis
mit auf den Weg: "Gerade bei Patientinnen und Patienten mit Krebserkrankungen
gibt es oft viele unterschiedliche Medikamente, auch der Gesundheitszustand
kann sich schnell einmal ändern. Eine Notfalldose ist hier eine super Unterstützung.
Daher meine Bitte: Das Notfallinfoblatt möglichst aktuell halten und regelmäßig
die Angaben überprüfen."
(fv-ckbm / Foto: Jasmin Paul)
BU: Raffinierte rote Rettungshilfen: Sr. Maria-Regina Zohner, 1. Vorsitzende des Vereins der Freunde und Förderer des Caritas-Krankenhauses Bad Mergentheim e. V., hat Notfalldosen für die Krebspatienten der Station D0 an Stationsleitung Annette Garmatter und Oberarzt Dr. Matthias Raab überreicht.


