10.02.2020

Die Jubiläumsgäste spendeten während der 800-Jahr-Feier des Weilers fleißig, so dass am Ende eine unglaubliche Summe für Herzensprojekte an den Caritas-Förderverein übergeben werden konnte.
"Wir wollten bei unserem Weiler-Jubiläum nicht nur feiern und verschenken, sondern auch noch etwas tun, das nachwirkt", verrieten Claudia und Gerhard Schmezer vom Gasthaus "Zum Baschl", die an Organisation und Umsetzung von 800 Jahre Schönbühl mitbeteiligt waren. "Wir spenden zwar auch regelmäßig Trösterchen für die Kinderstation, aber wir waren uns sicher, da geht noch mehr. Und die zahlreichen Gäste haben unsere Erwartungen bei Weitem übertroffen." Beim Weiler-Jubiläum gab es nicht nur einen Festgottesdienst, Wirtshausmusik, eine Hüpfburg für die Kinder sowie eine Oldtimertraktoren-Ausstellung sondern auch jede Menge gutes Essen. Wie die Wirtsleute berichteten, kamen bereits zum Mittagessen mehrere hundert Festgäste. "Wir haben unzählige Spießbraten, und Bratwürste sowie jede Menge Kartoffelsalat und Spätzle unter die Leute gebracht." Auch das gespendete Kuchenbuffet am Nachmittag sei bis auf den letzten Krümel leergefegt worden.
"Alle haben bei Organisation
und Umsetzung toll zusammengehalten und unterstützend zusammengearbeitet.
Gleichzeitig waren alle Beteiligten mit Herz und viel Spaß bei dabei. So wurde
800 Jahre Schönbühl zu einer runden Sache", sagte Ortsvorsteher Siegfried
Kreuser. Ein dickes Lob gebühre auch den Ortschafts- und Kirchengemeinderäten,
welche die Jubiläumsfeier des kleinen Weilers nach Kräften gefördert haben.
Deutschordensschwester Sr.
Maria-Regina Zohner, 1. Vorsitzende des Vereins der Freunde und Förderer des Caritas-Krankenhauses
Bad Mergentheim e. V., war sichtlich gerührt über so viel Engagement des
Weilers Schönbühl. "Eure Tatkraft sucht ihresgleichen und dass ihr es mit eurer
Herzenskraft ernst meint, steht außer Frage. Hinzu kommt, dass ihr alle keine
Einzelkämpfer seid, sondern euch als Ort zu einer Einheit zusammengeschlossen
habt. Da kriege ich regelrecht eine Gänsehaut." Bislang habe sie Schönbühl
immer mit den leckeren Schnitzeln vom Baschl und dem Deutschen Orden, der den
Weiler 1219 als Schenkung erhielt, verbunden. "Ab heute bringe ich
Schönbühl mit herzensguten Menschen in
Verbindung, die sich für Menschen engagieren, die Trost und Hilfe suchen."
Besonders wichtig sei, so betonte das Orga-Team, dass das Spendengeld "nicht im Verwaltungssumpf hängen bleibt", sondern direkt bei den Patientinnen und Patienten ankomme. "Da brauchen Sie sich bei unserem Förderverein keine Gedanken machen", gab Geschäftsführer Helmut Wolf direkt Entwarnung. "Wir arbeiten alle ehrenamtlich und haben uns als gemeinnütziger Verein bewusst für eine räumliche und wirtschaftliche Trennung vom Caritas-Krankenhaus entschieden. Daher werden Spenden 1:1 genau dort im Haus umgesetzt, wo sie gebraucht werden." Die 3.000 Euro aus Schönbühl fließen daher vorrangig in Herzensprojekte von Palliativ- und Kinderstation. (Text + Foto: Jasmin Paul)