13.11.2019
Neuer Partner für "Wunschmobil unterwegs"
Um künftig noch mehr Menschen in ihrer letzten Lebensphase einen Herzenswunsch zu erfüllen, haben Caritas-Förderverein und DRK den hiesigen Hospizverein für das "Wunschmobil unterwegs" mit an Bord geholt. Durch die Kooperation können künftig auch Patienten des Hospizvereins, die zuhause oder im Pflegeheim betreut werden, mitfahren.
Sterben ist ein Teil des Lebens. Doch in den Monaten davor steht - insbesondere bei Schwerstkranken - die Lebensqualität ganz besonders im Mittelpunkt des Seins. Um diesen Menschen in ihrer letzten Lebensphase einen besonderen Herzenswunsch zu erfüllen, haben der Verein der Freunde und Förderer des Caritas-Krankenhauses Bad Mergentheim und das Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Bad Mergentheim vor ziemlich genau einem Jahr das "Wunschmobil unterwegs" etabliert. Ein Team aus medizinisch geschulten Ehrenamtlichen bringt den Betreffenden damit noch einmal an seinen Lieblingsort in der Region. Seit Mittwoch, 13. November, hat die Kooperation nun mit dem Ökumenischen Hospizverein Bad Mergentheim e.V. einen neuen Partner. So können künftig nicht mehr allein Patienten der Palliativstation des Caritas-Krankenhauses, sondern auch Patienten des Hospizvereins, die zuhause oder im Pflegeheim betreut werden, vom "Wunschmobil unterwegs" profitieren.
"Mit dem Wunschmobil
besteht eine tolle Möglichkeit, die verbleibende Lebenszeit für Schwerstkranke
wertvoll zu gestalten. Viele Schwerstkranke und Sterbende haben Angst, ihren
Angehörigen oder den Betreuern zur Last zu fallen. Wir sind froh, die
Wunschmobil-Fahrt nun auch unseren Patienten anbieten zu können", erklärt
Hospizkoordinatorin Sabine Strommer die Idee hinter der Kooperation mit dem
Verein der Freunde und Förderer des Caritas-Krankenhauses Bad Mergentheim e. V..
Der Bedarf am Wunschmobil sei in der Region besonders groß, unterstreicht auch
Dr. Thorsten Zahn, niedergelassener Hausarzt und Vorsitzender des Ökumenischen
Hospizvereins Bad Mergentheim. "Es ist wichtig, die Menschen in der Region über
das Projekt Wunschmobil unterwegs zu informieren. Denn nur so wissen
Schwerstkranke und deren Angehörige überhaupt von der Möglichkeit, medizinisch
fachkundig begleitet, nochmal einen geliebten Ort aufzusuchen." Auf körperliche Einschränkungen kann das Team
zum Beispiel durch das Mitführen von Medikamenten oder medizinischen Geräten,
wie mobilen Schmerzpumpen oder klappbaren Rollstühlen, gut eingehen.
Zudem stehen
auf der Fahrt medizinisch geschulte Begleitpersonen zur Verfügung, die bei
Bedarf helfen können. "Dass wir durch die Kooperation mit dem Ökumenischen
Hospizverein nicht nur mehr Betroffenen und Angehörigen eine Freude in ihrem
schweren Lebensabschnitt machen können, sondern auch qualifizierte Ehrenamtliche
für das Wunschmobil-Team dazu gewinnen, freut uns wahnsinnig", so Sr.
Maria-Regina Zohner, 1. Vorsitzende des Vereins der Freunde und Förderer des
Caritas-Krankenhauses Bad Mergentheim. "Ein gemeinsames Projekt wie dieses
führt uns eindrucksvoll vor Augen, wie wichtig es ist, jeden Tag des Lebens für
andere - aber auch für sich selbst - wertvoll und besonders zu machen." Neben
dem Hospizverein hilft hier das DRK direkt mit, denn der Kreisverband stellt
für jeden Ausflug mit dem Wunschmobil nicht nur das an die individuellen Bedürfnisse
des Fahrgastes angepasste Fahrzeug, sondern auch ehrenamtliche Fahrer. "Normal
ruft man uns vom Deutschen Roten Kreuz zu Notfällen, Unfällen und anderen
schweren Fällen. Dass wir auch mal Herzenswünsche erfüllen können, ist daher
eine wirklich tolle Sache und wir freuen uns, das Wunschmobil nun in einer
Dreierkooperation zu unterstützen", erläutert Kreisgeschäftsführer Klaus Eckel.
"Auf viele kommende Jahre, in denen wir gemeinsam einen Tag für Schwerstkranke
und ihre Familien besonders machen können." (Text: fv-ckbm, Foto: Jasmin Paul)
Foto:
DRK-Kreisverband und Verein der Freunde und Förderer des Caritas-Krankenhauses
begrüßen mit dem Ökumenischen Hospizverein Bad Mergentheim ihren neuen Kooperationspartner
für das "Wunschmobil unterwegs": (v. l. nach r.) der Kreisgeschäftsführer des
DRK-Kreisverbands (KV) Bad Mergentheim e. V. Klaus Eckel, Sabine Strommer und
Dr. Thorsten Zahn (Koordinatorin und Vorsitzender des Ökumenischen Hospizvereins),
Prof. Dr. Thomas Haak, Präsident des DRK-Kreisverbandes Bad Mergentheim, Sr.
Maria-Regina Zohner und Helmut Wolf (1. Vorsitzende und Geschäftsführer des
Caritas-Fördervereins) sowie Kai Schlecht, Rettungsdienstleiter des DRK KV Bad
Mergentheim.


