20.06.2018
Jahresbericht 2017 in Mitgliederversammlung präsentiert
Zu seiner diesjährigen Mitgliederversammlung hat der Verein der Freunde und Förderer des Caritas-Krankenhauses Bad Mergentheim e. V. am 20. Juni ins Restaurant Bundschuh im Golfclub Bad Mergentheim – mit freundschaftlicher Unterstützung der Besitzer – geladen. 19 Mitglieder waren an diesem Fußball-WM-Abend anwesend, um sich vom Vorstand über die Geschicke des Caritas-Fördervereins zu informieren. Los ging es aber zunächst – ganz Vortragsstil der Ersten Vorsitzenden – mit einem bewegenden Impuls.
"Ich freue mich, dass Sie unserem Förderverein heute Ihre Zeit schenken. Zeit, um zueinander zu finden, Zeit, um miteinander zu sprechen. Denn: Zeit ist in den heutigen, schnelllebig-hektischen Tagen ein echtes Geschenk. Daher möchte ich Ihnen zum Einstieg in den Abend eine kleine Geschichte erzählen, die die eigene Lebensqualität steigert", eröffnete Sr. Maria-Regina Zohner die Mitgliederversammlung. "Um die Quintessenz bereit vorweg zu nehmen: Nehmen Sie sich mehr Zeit für sich und andere! Es lohnt sich." Die Impuls-Geschichte handelt von einem engagierten Taxifahrer, der für diesen Tag seinen letzten Fahrgast abholen soll. Als dieser auch beim dritten und vierten Hupen nicht erscheint, steigt der Mann aus und läutet an der Tür, statt davon zu fahren und Feierabend zu machen. Eine alte Dame öffnet, entschuldigt sich - eine kleine Reisetasche in der Hand - für Ihr Zuspätkommen und lässt sich zum Taxi geleiten. Als der Fahrer ihr Ziel erfragt, bittet sie darum, dass er sie kreuz und quer durch die Stadt fahren möge. Der Taxifahrer erfüllt der alten Dame ihren Wunsch, obwohl er längst Feierabend hätte, während sie ihm auf der Fahrtüber die zentralen Plätze ihres Lebens, die die beiden kreuzen, berichtete. Nach mehreren Stunden lässt sie den Taxifahrer schließlich stoppen - vor einem Hospiz. Er verlangt kein Geld für die Fahrt und erfreut sich stattdessen des Gedankens, niemals etwas wichtiges in seinem Leben getan zu haben. "So kommt es mir mit Ihnen, liebe Mitglieder, auch vor. Für die schönen Momente und die kleinen Gesten im Leben, die wirklich etwas bedeuten, sollten wir uns Zeit nehmen. Der Mensch braucht den Menschen. Das merkt man auch an unserer Fördervereinsarbeit, die immer wieder etwas bewegt. Dafür möchte ich Ihnen allen danken", so die Erste Vorsitzende Sr. Maria-Regina Zohner.
Ganz in diesem Sinne sei - wie Marco Volkert als Schatzmeister - in der Jahresrechnung dargestellt hat - besonders positiv hervorzuheben, dass der Förderverein bei gleichbleibender Mitgliederzahl (153 - vier Austritte, vier Neuzugänge) erstmals seit 2010 seine eingegangenen Fördermittel über die Ausgaben habe steigern können. "Das bedeutet natürlich auch, dass wir vielleicht in etwas außergewöhnlichere oder kostspieligere Projekte investieren können", so das Resümee. Investiert worden sei 2017 v. a. in das Therapeutische Reiten (Kinder- und Jugendmedizin, Neurologie), Kinderherzsportgruppe und die Klinikclowns (Kinder- und Jugendmedizin) sowie die Kunst- und Musiktherapie auf der Palliativ-Station. Kleinere Projekte waren die Unterstützung des Wohlfühltags für Brustkrebspatientinnen, tröstende Schiffchen für die "Sternenkinder" im Caritas und Teambildungsprojekte der Pflegeschüler am Caritas-Bildungszentrum. Der Finanzbericht wurde schließlich von den Kassenprüfern Eva Breitenstein und Uwe Kaplirz zu Sulewicz (in Abwesenheit) vorbehaltlos als "einwandfrei und übersichtlich sortiert"bestätigt. Beide wurden einstimmig von den Anwesenden für das Geschäftsjahr 2018 im Amt bestätigt.
Während seines reich bebilderten Jahresberichts, ging Geschäftsführer Helmut Wolf nicht nur auf Inhalte und Schwerpunkte der Vorstandssitzungen ein, sondern berichtete auch über bearbeitete Förderanträge, die positive Weiterentwicklung der Homepage und den mittlerweile etablierten Facebook-Auftritt (150 Gefällt-mir-Angaben), das 10-jährige Vereinsjubiläum, zu dem zahlreiche Mitglieder - teils sogar von weit her - angereist sind, sowie die Spendenevents, die für den Verein der Freunde und Förderer des Caritas-Krankenhauses organisiert worden sind. "Aber auch wir selbst als Verein waren nicht untätig", lobte Helmut Wolf. "Wir konnten nennenswerte Einnahmen aus unserem Eisverkauf zum Jubiläum der Kinderklinik und aus der Tombola bei der Weihnachtsfeier im Caritas generieren." Die Tombola solle daher auch für 2018 beibehalten werden. Des Weiteren stehe für dieses Jahr noch ein Konzert der BIZ Connection, ein Flohmarkt und eine Karikatur-Ausstellung des Cartoonisten Phil Hubbe im Vorfeld des MS-Tages auf dem Programm, bei der auch handsignierte Kalender sowie Bücher des Künstlers mit Gewinn für den Förderverein erworben werden können. Nächstes Projekt, das bereits im Juli starte, sei das so genannte "Wunschmobil". Das DRK stelle einen Wagen und auch zwei Fahrer ehrenamtlich zur Verfügung. "Auf Anfrage der Palliativ-Station können wir damit totkranken Patienten einen letzten Herzenswunsch erfüllen - sie beispielsweise nochmal zu einem Konzert, zu Freunden in ihr Lieblingslokal oder zu einem Fußballspiel eines hiesigen Clubs fahren", erläutert Helmut Wolf kurz das mit lautem Beifall belobte Neuprojekt.
Prof. Dr. Helmut Schaudig seinerseits lobte abschließend ausführlich die "harmonische, sich gegenseitig ergänzende Arbeit des Vorstandes - insbesondere von Helmut Wolf und Sr. Maria-Regina Zohner -" und die Tatsache, dass man als "Verein mit viel Herz trotz der geringen Zahl an Mitgliedern so Großes" bewege. und entlastete somit Vorstandsschaft und Geschäftsführer "in Gänze". Diese Empfehlung bestätigten auch einstimmig die anwesenden Mitglieder.
Zum Ausklang der Mitgliederversammlung wurden noch folgende
Einzelmitglieder, Gesellschaften und Firmen für ihr 10-jähriges Engagement im
Caritas-Förderverein geehrt: Prof. Dr. Reiner Buchhorn, Angelika Dietrich,
Silvia Hofmann, Detlef Janßen, Volker Sauer, Prof. Dr. Helmut Schaudig, Anke
Schweda, Bernhard Sieber, Friedrich Sterr, Monika Stoll, Dr. R. Wobser, Gertrud
Zelinsky, Elektro-Service Frank und die KHMT. Besonders gut gefiel den Mitgliedern,
dass Firmenpartner künftig ein eigens gestaltetes Schild - buchstäblich als
Aushängeschild - für ihre Fördervereinsmitgliedschaft überreicht bekommen.
Neben dem Webefaktor für den Verein könne so auch das eigene Engagement sichtbar
in der Öffentlichkeit präsentiert werden, so das Fazit der Anwesenden. (jap)


