26.02.2014
"Leila 50 plus": Arbeitslose spenden für die Klinikclowns

Die rund 20 Männer und Frauen, die im Projekt „Leila 50 plus“ betreut werden, haben es nicht leicht: Sie sind alle älter als 50 Jahre und meist schon seit längerer Zeit auf der Suche nach Arbeit. Im Jobcenter Tauberbischofsheim werden sie betreut und auf dem Weg zum Wiedereintritt ins Berufsleben beraten. Gemeinsame Projekte und Aktionen dienen dazu, die Arbeitssuchenden zu qualifizieren und im Alltag zu unterstützen. Dazu gehören auch handwerkliche Arbeiten oder gemeinsames Kochen. So entstand die Idee, die dabei entstandenen Produkte und Leckereien in der Vorweihnachtszeit auf dem Marktplatz zu verkaufen. Den Erlös spendeten sie für die Klinikclowns am Caritas-Krankenhaus.
"Wir wollen zeigen, dass die
Teilnehmer bei Leila 50 plus etwas leisten können und nicht nur auf Hilfe
warten", beschreibt Maria Hellinger vom Jobcenter die Idee. Und so standen die
Männer und Frauen bereits im zweiten Jahr hintereinander einen Tag lang auf dem
Marktplatz in Bad Mergentheim verkauften selbst gebackene Kuchen und Plätzchen,
selbst produzierte Nussknacker und unzählige Gläser selbst gekochter Marmelade.
"Zwar hätten wir von dem Erlös auch einfach alle gemeinsam essen gehen können,
aber das kam für uns nicht in Frage", erzählt Johann Dietrich, der bei der
Aktion auf dem Marktplatz dabei war. "Ganz schnell war klar: Wir wollen das
Geld für einen guten Zweck spenden." Nach einigem Umhören entschied sich die
Gruppe, die Summe von insgesamt 695,51 Euro für die Finanzierung der
Klinikclowns im Caritas-Krankenhaus zu verwenden.
Bei
der offiziellen Übergabe bedankte sich der Chefarzt der Klinik für Kinder- und
Jugendmedizin, Prof. Dr. Reiner Buchhorn, für die großzügige Spende: "Ich bin
sehr beeindruckt vom Engagement der Gruppe und der großherzigen
Spendenbereitschaft." In dieser Situation noch an andere zu denken und sich um
das Wohl kranker Kinder Gedanken zu machen, sei besonders zu schätzen. "Ich
bedanke mich ganz herzlich bei der gesamten Gruppe. Sie können sicher sein,
dass das Geld in ihrem Sinne verwendet wird und bei den Kindern ankommt."
Die
Klinikclowns Hanni und Frosch besuchen jede zweite Woche die Station für
Kinder- und Jugendmedizin im Caritas-Krankenhaus und schenken den kranken
Kindern so ein wenig Lebensfreude und ein Stück Hoffnung auf Gesundwerden und
Normalität. Unterstützt und gefördert wird die Arbeit der Klinikclowns seit
Jahren durch den Förderverein des Caritas-Krankenhauses, der die Spenden weiterleitet
und kontinuierlich die Auftritte sichert. (ckbm)


