04.03.2014

Wildentierbach Spargelessen für den guten Zweck

Wildentierbach Spargelessen für den guten Zweck

Sie sind kein Verein, keine Arbeitskolleginnen, keine Kirchengruppe, die vier Frauen aus Wildentierbach hatten einfach nur eine gute Idee: Spargelessen für einen guten Zweck. Vor vier Jahren setzten sie diese Idee zum ersten Mal in die Tat um, im vergangenen Jahr führten sie die Aktion zum dritten Mal durch. Den Erlös von 1000 Euro übergaben sie jetzt zu gleichen Teilen an die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin sowie an die Palliativeinheit im Caritas-Krankenhaus Bad Mergent-heim.

Inzwischen ist das Helferteam auf zehn bis zwölf Frauen auch aus Hachtel, Heimberg und  Wolkersfelden angewachsen, denn die Vorbereitungen für das Essen sind arbeitsintensiv: 65 Kilogramm Spargel müssen geschält werden, dazu knapp 30 Kilogramm Kartoffeln, 60 bis 70 Schnitzel werden paniert, mehrere Schüsseln Kartoffelsalat angerichtet. Außerdem gibt es Spargelcremesuppe, Sauce Hollandaise, Schinken und Bratwurst. Nicht nur in der Küche wird gearbeitet, auch der Gemeindesaal in Wildentierbach wird hergerichtet: Tische werden gedeckt und dekoriert, der Saal geschmückt. Rund 140 bis 150 Gäste konnten die Frauen so im vergangenen Jahr an einem Sonntagmittag verköstigen, eine enorme Leistung. "Aber es macht uns richtig Spaß, wenn alle zusammenhelfen", erzählt die Initiatorin Irmgard Bauer. "Wir sind inzwischen ein eingespieltes Team und jede hat ihre Aufgabe."

Gemeinsam entscheidet dann die Helfergruppe, für welchen Zweck der Erlös aus dem Essensverkauf gespendet werden soll. "Klar war, dass wir das Geld hier im Kreis für eine sinnvolle Aktion einsetzen wollten", berichtet Mitinitiatorin Erika Sbongk. Ein Vortrag von Dr. Elisabeth Trost, der ärztlichen Leiterin der Palliativeinheit im Caritas-Krankenhaus, machte die Frauen auf die Arbeit für schwerstkranke Patienten in der letzten Lebensphase aufmerksam. Zugleich wollten die Frauen etwas für kranke Kinder in der Klinik tun. "Daher haben wir uns entschieden, das Geld je zur Hälfte an die Kinderklinik und an die Palliativeinheit zu spenden", so die Frauen jetzt bei der Übergabe im Caritas-Krankenhaus.

"Wir freuen uns sehr über die Spende und bedanken uns für das außergewöhnliche Engagement des gesamten Teams", betonte der evangelische Krankenhausseelsorger Thomas Dreher, der im Palliativteam mitarbeitet und die Spende entgegennahm. "Es gibt immer wieder zusätzliche wünschenswerte Hilfen, um Schwerstkranken und Kindern den Aufenthalt im Krankenhaus zu erleichtern, die nicht von den Krankenkassen finanziert werden. Daher sind wir auf Spenden angewiesen. Wir können das gespendete Geld hier sinnvoll und direkt für die Patienten einsetzen." Die Spende leitete er direkt an den Förderverein des Caritas-Krankenhauses weiter, der sich seit Jahren vor allem um die Belange der Palliativpatienten und der kranken Kinder kümmert, sei es mit Musik- und Kunsttherapie für Schwerstkranke, oder Reit- und Bewegungstherapie für chronisch kranke Kinder und den Klinikclowns auf der Kinderstation. Der Förderverein kann so nachhaltig und kontinuierlich die Arbeit für diese Patienten unterstützen.

Der Termin für das nächste Spargelessen in Wildentierbach steht übrigens auch schon fest: am 25. Mai 2014 werden die Frauen wieder zum Spargelessen für einen guten Zweck in den Gemeindesaal einladen.