15.01.2014
Stadtwerk Tauberfranken und Wolfgang Stahnke spenden an Palliativeinheit
Bilder, Motive und Farben können für schwerkranke Patienten eine wichtige Unterstützung in der Auseinandersetzung mit ihrer Krankheit sein: Sie vermitteln Ermutigung und Hoffnung oder auch Entspannung und Zuversicht. Auf der Palliativeinheit im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim nutzen Ärzte und Therapeuten diese Wirkung schon länger für die Begleitung von Patienten in der letzten Lebensphase. Mit großer Freude nahmen sie daher jetzt eine doppelte Bilderspende entgegen: Zwei Bilder des Bad Mergentheimer Malers und Krimiautoren Wolfgang Stahnke hängen künftig im Eingangsbereich der Palliativstation; sechs hochwertige Fotodrucke des Fotografen Michael Partzsch werden künftig die Patientenzimmer schmücken.
Finanziert werden die sechs großformatigen Naturmotive im Wert von 2500 Euro gemeinsam vom Stadtwerk Tauberfranken und dem Förderverein des Caritas-Krankenhauses. "Während einer Ausstellung mit Werken von Michael Partzsch in den Räumen des Stadtwerks hat uns Bernd Schepermann, Kunsttherapeut im Palliativteam des Caritas-Krankenhauses, auf die positive Wirkung der Bilder für die Schwerkranken angesprochen", erzählt Paul Gehrig, Geschäftsführer des Stadtwerks Tauberfranken. "Daraufhin haben wir uns spontan entschlossen, einige Bilder zu erwerben und an die Palliativeinheit zu spenden."
"Das Stadtwerk als öffentliches Unternehmen generiert seine Erlöse in der Region und hat daher auch eine besondere Verantwortung, der Region wieder etwas zurückzugeben", erläutert Paul Gehrig die Motivation für die Spende. "Zumal wir die Arbeit des Palliativteams im Caritas-Krankenhaus für sehr wertvoll und wichtig halten." Schon vor vier Jahren hatte eine Spende des Stadtwerks den Kauf einer Einbauküche für die Palliativeinheit ermöglicht.
"Als Förderverein gehen wir sehr behutsam mit unseren Mitteln um und freuen uns daher sehr, dass wir durch das Stadtwerk einen Mitfinanzier für die Bilder gefunden haben", betont Hans Dieter Henn, Geschäftsführer des Fördervereins. "Die Ärzte, Schwestern und Therapeuten auf der Palliativeinheit leisten eine ganze wertvolle Arbeit für die Patienten, die leider von den Kassen nicht ausreichend finanziert wird. Daher unterstützt der Förderverein immer wieder wünschenswerte und hilfsreiche Projekte wie jetzt den Bilderkauf oder auch Kunst- und Musiktherapie für die Schwerstkranken."
Wolfgang Stahnke fand über eine Erkrankung seiner Frau den Kontakt zum Caritas-Krankenhaus und stellte spontan zwei seiner Werke zur Verfügung. Für ihn war klar: "Die Stimmung darauf passt hier sehr gut."
Wie wichtig diese therapeutischen Ansätze für die Patienten sind, bestätigt auch Dr. Elisabeth Trost, ärztliche Leiterin der Palliativeinheit. "Patienten sprechen mit uns oft in Symbolen, die sich auch hier auf diesen Motiven wiederfinden: Ein Lichtstrahl der zwischen Bäumen durchbricht, ein Weg, der in die Ferne weist, oder ein Schiff, das zur Überfahrt bereit ist. Daher freue ich mich sehr über diese Bilder, in denen die Patienten Ruhe und Kraft finden können. Herzlichen Dank an alle Spender."
Bernd Schepermann will die Bilder ganz konkret in der kunsttherapeutischen Begleitung von Patienten nutzen. "Die Bilder erleichtern den Einstieg, um mit den Patienten ins Gespräch zu kommen und schwer auszusprechende Gefühle und Gedanken in Worte zu fassen. Daher bin ich sehr dankbar über die großzügige Spende." Noch in dieser Woche werden die Bilder ihren Platz an den Wänden der Palliativeinheit finden. (ckbm)


