06.11.2013
Palliativeinheit großzügig vom Leberzentrum beschenkt

Menschen in ihrer letzten Lebensphase zu unterstützen, hat der gemeinnützige Verein Bad Mergentheimer Leberzentrum e.V. zu einem seiner Anliegen gemacht. Bereits zum vierten Mal in Folge überreichte jetzt der Vorsitzende Prof. Dr. Werner Romen eine Spende in Höhe von 10.000 Euro an die Palliativstation im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim.
"Die
Palliativversorgung gewinnt auch in unserer ländlichen Region zunehmend an
Bedeutung", betonte Prof. Romen bei der Spendenübergabe an die ärztliche
Leiterin der Palliativeinheit, Dr. Elisabeth Trost. Vor allem die Verbindung
zwischen stationärer Versorgung im Krankenhaus und ambulanter Versorgung der
Betroffenen zu Hause oder im Heim sieht er als Herausforderung.
"Palliativpatienten
brauchen eine intensive pflegerische und psychosoziale Betreuung, die auch die
Angehörigen mit einschließt. Mit der Spende will unser Verein Bad Mergentheimer
Leberzentrum daher speziell das Pflegepersonal der Palliativeinheit
unterstützen", so Prof. Romen.
Seit mehr als 20 Jahren engagiert sich der frühere Ärztliche Direktor des Caritas-Krankenhauses als Vorsitzender im Verein Bad Mergentheimer Leberzentrum. Hauptanliegen des gemeinnützigen Vereins ist die Förderung der Prophylaxe, Therapie und wissenschaftlichen Begleitung von Leberkrankheiten und anderen chronischen Erkrankungen. "Da Lebererkrankungen häufig auch als Folge einer ausgeprägten Metastasierung bei Patienten mit Krebserkrankungen auftreten, passt die Palliativversorgung sehr gut zur Thematik unseres Vereins", erläuterte Romen.
Mit großer Freude reagierte das Palliativteam unter Leitung von Dr. Elisabeth Trost auf die erneute Spende. "Wir danken dem Verein Leberzentrum für die verlässliche Unterstützung", sagte die Neurologin und Palliativmedizinerin. Für die hochwertige medizinisch-pflegerische Betreuung der Patienten sei zusätzliches Personal wichtig. "Die Finanzierung dafür ist allerdings nicht immer einfach."
Auf der
Palliativeinheit im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim arbeiten
Palliativmediziner und palliativmedizinisch geschulte Pflegekräfte in einem multiprofessionellen
Team mit Mitarbeitern der Physiotherapie, Ernährungsberatung und des
Sozialdienstes sowie Seelsorgern und Psychoonkologen zusammen. Schmerztherapeuten
und Onkologen werden bei Bedarf hinzugezogen. Auch Musiktherapie und Maltherapie wird
angeboten. Ziele der Betreuung sind die Linderung körperlicher Beschwerden und
Schmerzen, die Unterstützung im Umgang mit der Erkrankung, Hilfe bei der
Regelung der weiteren Versorgung sowie die spirituelle Begleitung. (ckbm)


