01.09.2016
Kinderklinik erhält hohe Spende von Blaschek-Stiftung
11.000 Euro für die Sorge um herzkranke Kinder überreichte Dr. Achim Brötel, Landrat des Neckar-Odenwald-Kreises, in seiner Funktion als Vorsitzender der Otto und Maria Blaschek-Stiftung in diesenTagen der Kinderklinik des Caritas-Krankenhauses in Bad Mergentheim. Geld, mit dem gleich zwei Projekte unterstützt werden: die Kinder-Herzsportgruppe sowie eine langjährige Forschungsarbeit zum autonomen Nervensystem, die Prof. Dr. Reiner Buchhorn, Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendmedizin des Caritas-Krankenhauses, betreibt.
Schon 2009 gab es für die Kinder-Herzsportgruppe eine finanzielle Unterstützung von der Blaschek-Stiftung. "Für herzkranke Kinder ist das eine tolle Sache und das unterstützen wir gerne weiter", sagte Dr. Achim Brötel bei der Spendenübergabe. Denn was für gesunde Jungen und Mädchen das Normalste der Welt ist, ist für herz- oder chronisch kranke Kinder und Jugendliche oft mit großer Anstrengung verbunden und in vielen Fällen sogar nur bedingt möglich. Für sie wurde vor sieben Jahren vom Caritas-Krankenhaus und dem Turnverein Bad Mergentheim die Kinder-Herzsportgruppe ins Leben gerufen. Unter fachlicher Anleitung und Aufsicht durch einen Arzt, eine Intensivkrankenschwester und einen speziell ausgebildeten Herzsportübungsleiter können sie hier einmal pro Woche verschiedenen Sportarten wie zum Beispiel Turnen, Schwimmen oder Reiten nachgehen. Ein Projekt, das ausschließlich durch Spenden finanziert wird und deshalb immer auf finanzielle Unterstützung und das Engagement Ehrenamtlicher angewiesen ist.
Mit dem anderen
Teil der Spende wird die wissenschaftliche Arbeit der Kinderklinik über die
Bedeutung von frühkindlichem Stress für Entstehung von
Herz-Kreislauferkrankungen weiter ausgebaut. Denn in den letzten zehn Jahren habe
man sich auf einen Wandel der Krankheitsbilder in der Kinderheilkunde
einstellen müssen, so Prof. Dr. Reiner Buchhorn. "Früher standen die
Infektionskrankheiten, die Behandlung der angeborenen Erkrankungen und auch die
Frühgeburten ganz im Mittelpunkt der medizinischen Herausforderung. Heute ist
das anders. Psychische Erkrankungen und Essstörungen treten in den letzten
Jahren immer öfter auf. Und darauf haben wir mit neuen Konzepten in der Fort-
und Weiterbildung aber auch in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit
diesen Themen reagiert", erklärte der Chefarzt. Im Mittelpunkt der
wissenschaftlichen Arbeit stehen etwa Messungen der Herzfrequenzvariabilität im
Langzeit-EKG, mit deren Hilfe die Stressbelastung von Kindern objektiv
ermittelt werden kann. "Auf Grundlage dieser Ergebnisse haben wir Projekte wie das
sogenannte KIDS-Programm zur Behandlung von Übergewicht bei Kindern eingeführt
und einige Konzepte zur Behandlung der Magersucht entwickelt. Diese
Veränderungsprozesse wurden mit Hilfe von wissenschaftlichen Untersuchungen
begleitet und überprüft und bereits publiziert. Die Mittel der Otto und Maria
Blaschek Stiftung sollen auch hierfür zukünftig eingesetzt werden. Für diese
Unterstützung herzlichen Dank." Dem Dank von Prof. Dr. Buchhorn schloss sich
auch Dr. Oliver Schmidt, Hausoberer des Caritas-Krankenhauses, mit einem
herzlichen Vergelt`s Gott an.
Die Otto und
Maria Blaschek-Stiftung wurde 2004 von Maria Blaschek ins Leben gerufen. Die
Stifterin, die mit ihrem Mann in Buchen wohnte, starb 2005 und vermachte einen
Großteil ihres Vermögens dieser Stiftung, deren Zweck die Förderung und
Unterstützung herz- und krebskranker Kinder ist. Dr. Achim Brötel ist früherer
Nachbar von Otto und Maria Blaschek und heute Stiftungsvorstand. "Genau für
Projekte wie hier am Caritas-Krankenhaus ist das Geld von Otto und Maria
Blaschek gedacht. Um Kindern, die nicht die besten Grundvoraussetzungen haben,
mehr Lebensqualität zu geben oder um neue Erkenntnisse zu gewinnen, die Kinder
schon von Beginn an vor schwerwiegenden Erkrankungen schützen", so Dr. Brötel.


